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Wittke fordert Abberufung von Hasseler Imam

Die unverzügliche Abberufung des Imams der Hasseler Ditib-Moschee hat der Vorsitzende der Gelsenkirchener CDU und Bundestagsabgeordnete Oliver Wittke gefordert, sofern die von REPORT Mainz berichteten Äußerungen des Imams so getätigt wurden. Ein solcher Schritt sei auch ein klares Signal, dass der Moscheedachverband keine Gewalt in seiner Organisation duldet. „Sollte sich Ditib der Abberufung verweigern, müssen unsere Behörden alle Möglichkeiten ausschöpfen, diesen Imam auszuweisen“, fordert Wittke. Der muslimische Geistliche hatte nach gewalttätigen Übergriffen auf einen türkischen Jugendtreff in Hassel offen Sympathie für die Gewalttäter geäußert. Man dürfe nicht zulassen, dass Konflikte aus der Türkei nach Deutschland getragen werden, unterstreicht der CDU-Politiker.

Wittke warnt davor, die ohnehin gereizte Stimmung in Deutschland weiter anzuheizen. „Wenn der SPD-Abgeordnete Poß jetzt einen CDU-Stadtverordneten angreift, sei das billige Parteipolitik. Die Union hat ja auch nicht kommentiert, dass SPD-Mitglieder in Moscheevereinsvorständen sich nicht klar von den Gewalttätigkeiten in Hassel distanziert haben“, meint Wittke. Im Übrigen sei Ilhan Bükrücü ein gelungenes Beispiel für Integration in Gelsenkirchen mit einem Engagement für die Stadtgesellschaft, die man sich von manch anderem nur wünschen könne.

Was die Person Erdogan anbelangt, sei die Union klar: Der türkische Präsident erweise der Demokratie in der Türkei einen Bärendienst, wenn er den gescheiterten Militärputsch dazu nutze, demokratische Errungenschaften der vergangenen Jahre wieder zurückzunehmen. Im Übrigen sei es ein SPD-Mitglied aus Hagen gewesen, das die Kölner Kundgebung beantragt habe. „Alle politischen Kräfte sollten versuchen, die aufgeladene Stimmung in Deutschland zu beruhigen. Wir müssen deutlich machen, dass alle friedlichen und gesetzestreuen Bürger türkischer Herkunft zu unserem Land gehören und Verantwortung für unsere Gesellschaft haben“, unterstreicht Wittke.