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Wittke: „Arbeitsmarkt in Gelsenkirchen ist mit keiner anderen Stadt vergleichbar“

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Schreiben an Bundesarbeitsministerin Nahles

Der Gelsenkirchener Bundestagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Oliver Wittke hat in einem Schreiben an die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles auf den „Gelsenkirchener Appell“ aufmerksam gemacht. Er schrieb:

„Auch wenn ich weiß, dass Sie sich in diesen Einarbeitungstagen einer Reihe von wichtigen Fragestellungen annehmen müssen, will ich Ihr Augenmerk auf eine besondere Problematik meiner Heimatstadt Gelsenkirchen lenken. Mit im Durchschnitt rund 18.000 Arbeitslosen im vergangenen Jahr (Quote: 14,4 %) ist die Arbeitslosigkeit in Gelsenkirchen eine der höchsten in den alten Bundesländern und höher, als in vielen Städten der neuen Länder. Besonders schwerwiegend sind die hohe Anzahl von Langzeitarbeitslosen (im Durchschnitt des vergangenen Jahres über 8.000!) und über 50jährigen Arbeitssuchenden (2013: 5.000).

Vor diesem Hintergrund haben sich eine ganze Reihe von Parteien und Organisationen im vergangenen Jahr zusammengefunden und den „Gelsenkirchener Appell“ verabschiedet. Dieser sieht im Kern die Schaffung von bis zu 1000 zusätzlichen und sozial ausgerichteten Arbeitsplätzen mit Unterstützung von Bund und Land vor. Zur Erreichung dieses Ziels sind die bestehenden Instrumente der Arbeitsverwaltung nicht ausreichend. Den genauen Wortlaut des „Gelsenkirchener Appells“ entnehmen Sie bitte der Anlage.

Sehr geehrte Frau Ministerin, wenn Sie sich intensiv mit dem Arbeitsmarkt in Gelsenkirchen beschäftigen, werden Sie feststellen, dass die Situation hier mit keiner anderen Stadt in Deutschland vergleichbar ist. Und weil dem so ist, bedarf es nach meiner Auffassung auch besonderer Instrumentarien zur Beseitigung dieser unhaltbaren Situation.

Ich würde mich freuen, schon bald in dieser Angelegenheit von Ihnen zu hören.“