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Brief aus Berlin Nr. 4/2019

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Kompromisse sind Kerngeschäft einer Demokratie; Interessen unterschiedlichster Art müssen abgewägt werden. Bei der Vergabe von Finanzmitteln für Schulen standen Bund und Länder vor der Herausforderung einerseits die Hoheit der Länder in Sachen Bildung zu wahren und andererseits sicherzustellen, dass das Geld unbürokratisch bei den Schule ankommt.

Unser gemeinsames Ziel ist es die Schülerinnen und Schüler in diesem Land fit zu machen für eine digitalisierte Zukunft.

Das Ergebnis: Ländern und Kommunen stehen nun insgesamt fünf Milliarden Euro vom Bund für die digitale Infrastruktur zur Verfügung. Damit können etwa WLAN-Anschlüsse, die Anschaffung digitaler Lerngeräte oder Anzeigegeräte, wie „digitale Tafeln“, finanziert werden. Wir erreichen so, dass schnelles Internet in allen Schulen verfügbar wird und digitale Medien in den Unterricht integriert werden können. Sie sollen die traditionellen Lernmethoden ergänzen, aber nicht ersetzen. Außerdem fördern die Mittel, dass auch Lehrerinnen und Lehrer ausreichend qualifiziert sind, um digitale Kompetenzen zu vermitteln.

Gleichzeitig sieht die neue Regelung vor, dass die Länder Bericht erstatten sollen, wie das Geld an den jeweiligen Schulen ankommt. Eine genaue Erklärung darüber, wie hoch die vom Bund eingesetzten Mittel für die Länder nun sein müssen gibt es nicht. Länder und Kommunen wissen am besten, welche Schulen, welche Hilfe brauchen. Eine Bevormundung durch den Bund findet nicht statt. das wichtigste ist, dass schnell Mittel für die dringende Modernisierung zur Verfügung stehen.