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Brief aus Berlin 17/ 2016

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Amerika hat gewählt! Donald Trump wird neuer US-Präsident. Jetzt ist es wichtig, trotz aller Vorbehalte, auch zu der neuen Regierung in Washington verlässliche Beziehungen aufzubauen. Auch weiterhin ist für die Zukunftsfähigkeit der Europäischen Union sowie der Bundesrepublik Deutschland eine enge transatlantische Partnerschaft von großer Bedeutung.

Mit den USA verbindet uns Europäer eine Wertegemeinschaft. Auch der neue US-Präsident muss erkennen, dass ein gutes Verhältnis zu Europa und Deutschland seinem Land letztlich nur nützt. Die USA sind Deutschlands größter Handelspartner und diese Beziehung sollten weder Deutschland noch Trump leichtfertig aufs Spiel setzen. Das geplante Freihandelsabkommen TTIP sollte jetzt nicht vorschnell zu den Akten gelegt werden.

Auch im Hinblick auf die zukünftige amerikanische Außen- und Sicherheitspolitik brauchen wir schnell Klarheit. Gerade in einer Zeit und in einer Welt, in der es viele Herausforderungen und Veränderungen gibt. Die Nato muss Eckpfeiler für Frieden und Freiheit in der Welt bleiben.

So schwierig es auch wird, bleibt zu hoffen, dass die USA die oft beschriebene innere Spaltung überwinden. Der neue Präsident der Vereinigten Staaten hat hier eine immense Verantwortung. Die Art, wie Trump seinen Wahlkampf geführt hat, war keineswegs vorbildlich. Dieser Wahlkampf hat die amerikanische Gesellschaft tief gespalten. Dem neuen Präsidenten kommt die große Aufgabe zu, diese Spaltung zu überwinden.