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Erneute Verschlechterung der Ausbildungssituation

Oliver Wittke plädiert erneut für ein Kompetenzzentrum

Angesichts jüngster Erhebungen der Jugendarbeitslosigkeit in Gelsenkirchen bringt der Gelsenkirchener Bundestagsabgeordnete Oliver Wittke erneut ein Kompetenzzentrum für Jugendarbeitslose in die Debatte. „Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit vom Monat Juli untermauern das bedrohlich: Gab es im vergangen Jahr zum gleichen Zeitpunkt noch 67 Lehrstellen pro 100 Bewerber, stehen nach jetzigem Stand in Gelsenkirchen nur noch 57 Stellen pro 100 Bewerber zur Verfügung. Mit diesen Werten stehen wir im Vergleich nicht nur bundesweit, sondern auch im Vergleich zu unseren Nachbarstädten schlecht dar: Bochum kann auf 100 Bewerber derzeitig 76  Lehrstellen, also fast 20 mehr als Gelsenkirchen, anbieten, während Essen sogar 93 Lehrstellen auf 100 Bewerber hat.“, zeigt der Gelsenkirchener Bundestagsabgeordnete auf. Wittke weiter: „Sorge macht mir auch, dass sich der Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss erneut verschlechtert hat. In Gelsenkirchen liegt er bei 13,1%, landesweit nur bei 5,7% (WAZ vom 22.07.2016).“

„Die bisher getroffenen Maßnahmen reichen offensichtlich nicht aus, um mehr jungen Menschen vor Ort einen Arbeitsplatz anbieten zu können. Deshalb appelliere ich an die SPD, die Einrichtung eines Kompetenzzentrums zu unterstützen, auch wenn es nicht die Idee eines SPD-Pateigenossen war.“, argumentiert Wittke.

Wittke sieht in dieser Idee den besten Weg aus der momentanen Situation und hofft darauf, dass ideologische Kämpfe nicht auf dem Rücken der Jugendlichen ausgetragen werden. „Es ist höchste Zeit jetzt endlich alle Kräfte zu bündeln, Wirtschaft, Schulen, Verwaltung, Arbeitsagentur, usw. an einen Tisch zu holen, um gemeinsam die Ausbildungssituation der Jugendlichen in Gelsenkirchen zu verbessern. Ich hoffe dringend, dass die im Mai angedeutete Gesprächsbereitschaft der SPD noch immer gilt. Angesichts der jüngsten Entwicklungen wird es höchste Zeit.“