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Brief aus Berlin Nr. 4

Die letzten Wochen der Corona-Pandemie haben zu einen fallenden Inzidenz und auch zu fallenden Infektionszahlen geführt. Das ist die Wirkung des harten Lockdowns, an den sich die überwältigende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger hält. Daher ist die laute Forderung nach schnellen Öffnungen sehr verständlich. Allerdings zeigen ganz aktuelle Zahlen, dass der positive Trend gestoppt ist und die Fallzahlen im Augenblick stagnieren. Das liegt am immer stärker steigenden Anteil an Infektionen mit der britischen und anderen Virusmutanten, die zum Teil um ein vielfaches ansteckender sind. Daher sind Öffnungsschritte mit Augenmaß vorzunehmen.
Ich bin der Ansicht, dass wir bisher gut damit gefahren sind, die Schutzmaßnahmen immer auf das jeweilige Infektionsgeschehen abzustimmen. Dabei ist nicht nur die Betrachtung der letzten Wochen relevant, sondern auch ein vorausschauendes Agieren im Hinblick auf mögliche Entwicklungen in der Zukunft. Daran sollten wir festhalten. Mit Blick auf die sozialen und wirtschaftlichen Härten, die die Schutzmaßnahmen auch mit sich bringen, wollen wir so früh, wie es vertretbar ist, aber auch so sicher wie möglich für mehr Freiräume sorgen. Die Öffnungen der Schulen und Kitas in vielen Bundesländern ist hierbei ein guter erster Schritt. Die Bundes- und Landesregierungen arbeiten wir an einer guten Strategie, um sicher aus dem Lockdown zu kommen. Eine um Schnelltests erweiterte Testkampagne sowie die weitere Erhöhung der Impfstoffkapazitäten können einen großen Teil dazu beitragen.
Bleiben Sie gesund!