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Brief aus Berlin Nr. 18

Nach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen stehen wir vor einer Zäsur. In der letzten Woche hat unsere Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt, dass sie nicht mehr für den Parteivorsitz der CDU Deutschlands kandidiert. Es zeugt von großer Souveränität, dass sie selbst entschieden hat, das Amt der Parteivorsitzenden abzugeben – vor ihrer Entscheidung habe ich großen Respekt.

Beim Bundesparteitag im Dezember wählen wir eine neue Vorsitzende oder einen neuen Vorsitzenden. Dass sich nun mehrere veritable Kandidaten um die Nachfolge bewerben, zeigt, wie lebendig die CDU ist. Der Bundesvorstand der CDU Deutschlands hat in seiner Klausurtagung am 4./5. November 2018 ein Verfahren zur Durchführung von acht Regionalkonferenzen im Vorfeld des 31. Parteitages beschlossen. So haben die Kandidaten die Möglichkeit, sich und ihre Programmatik den Mitgliedern vorzustellen.

Bei allen Auseinandersetzungen in der Sache steht für mich fest: Der oder die neue Parteivorsitzende muss nach innen und nach außen integrationsfähig sein. Er oder sie muss gegenüber allen demokratischen Parteien sprechfähig sein und die gesamte Bandbreite unserer Partei, von christlich-sozial bis konservativ abdecken. Nur so erreichen wir wieder Wahlergebnisse von 40 plus X Prozent.