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Brief aus Berlin Nr. 1

Liebe Leserinnen und Leser,
zunächst einmal wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie ein frohes neues Jahr 2021!
Das Jahr ist zwar noch recht jung, aber eine Nachricht Anfang dieses Jahres hat mich tief erschüttert: Der Sturm auf das Kapitol in Washington D.C. am 6. Januar. Es erinnert mich in unguter Weise an die Vorfälle in Deutschland Ende August und Ende November rund um den Reichstag in Berlin. Das Eindringen in das repräsentativste Gebäude der amerikanischen Demokratie war ein Angriff auf die demokratischen und liberalen Werte der USA. Wenn es allerdings etwas gibt, was man an dieser Tat positiv bewerten kann, ist das die Reaktion vieler Abgeordneter und der Mehrheit der US-Bevölkerung. Das zeigt mir, dass Joe Biden als neuer Präsident zwar viel Arbeit vor sich hat, um die Gesellschaft zu einen. Es ist aber keine unmögliche Aufgabe.
Positiv zu bewerten ist der Impfstart in Deutschland und in vielen anderen Ländern. Jetzt können jeden Tag mehr Menschen konkret geschützt werden. Trotzdem ist noch etwas Geduld nötig, bis allen ein Impfangebot gemacht werden kann. Eine Debatte um eine falsche oder zögerliche Impfstoffpolitik kann ich hinge-gen nicht nachvollziehen. Die Entscheidung, von welchem Anbieter wie viele Dosen vorzubestellen sind, musste unter Unsicherheit getroffen werden. Zudem hat Deutschland eine europäische Impfpolitik in den Mittelpunkt gestellt, was ich als überzeugter Europäer nur begrüßen kann.