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Oliver Wittke schreibt an Bundespräsidenten

Mit der Bitte, künftig in vergleichbaren Fällen noch einmal intensiv die Übernahme von Ehrenpatenschaften bei Geburt des siebten Kindes zu prüfen, hat sich der Gelsenkirchener CDU-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Oliver Wittke an Bundespräsident Joachim Gauck gewandt.

Die WAZ Gelsenkirchen hatte in dieser Woche von einer Übernahme der Ehrenpatenschaft durch das Staatsoberhaupt bei einer Gelsenkirchener Familie aus dem Kosovo berichtet. Die inzwischen acht Kinder hat der Familienvater mit zwei Frauen, die beide in seinem Haushalt leben, gezeugt.

„In der muslimischen wie der nicht-muslimischen Bevölkerung Deutschlands gibt es kein Verständnis für eine gleichzeitige Ehe mit zwei Frauen. Es darf vor allem nicht der Eindruck erweckt werden, als würde Kirchenrecht über staatliches Recht gestellt. Nach deutschem Recht ist Bigamie schließlich verboten“, unterstreicht der CDU-Politiker. Auch wenn der Staat niemandem vorschreiben solle, wie er zu leben habe, dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass durch die Übernahme der Ehrenpatenschaft die Vielehe anerkannt werde.   Auch wenn die rechtliche Situation klar sei, müsse bei der symbolischen Übernahme der Ehrenpatenschaft der Geist dieser Regelung berücksichtigt werden. Dieser Geist könne auf keinen Fall die Absegnung der Vielehe außerhalb des Gesetzesrahmens sein.

 

Den Artikel in der WAZ finden Sie hier.